„Ohne Ehrenamt nicht denkbar“

Diskussion im Widukindmuseum

Es war die erste Podiumsdiskussion dieses Wahlkampfes. In einem gut gefüllten Dachgeschoss des Widukindmuseums debattierten die drei Bewerber*innen um das Bürgermeister*innenamt in Enger über lokale Kulturpolitik in Zeiten knapper Kassen, Ehrenamt und Stadtgestaltung.

Für Regina war dies ein Heimspiel. Sie konnte darlegen, dass sie beruflich und politisch immer im kulturellen Bereich gearbeitet hat und sie den Wert von Kunst und Kultur hoch schätzt. Ebenso wie das große Engagement ehrenamtlich Tätiger in Enger. Ohne die ist das kulturelle Leben in der Stadt nicht denkbar.

Im Laufe der Diskussion versicherte Regina, die selbst im Vorstand des Gerbereimuseums tätig ist, dass sie als Bürgermeisterin nicht den Kulturetat zusammenstreichen wird. Allerdings konnte sie auch nicht versprechen, dass dieser in absehbarer Zeit vergrößert wird. Solange Enger in der Haushaltssicherung ist, sind solche Versprechen unseriös. Für die Zeit danach zeigte sie sich aber offen für höhere Investitionen in Kultur.

Der Barmeierplatz

Ein für das Publikum wichtiges Thema, war die Gestaltung der Stadt selbst, bei der die Bürger*innen zu oft außen vor bleiben und vieles in die falsche Richtig läuft. Insbesondere beim Barmeierplatz herrscht viel Unmut. Regina Schlüter-Ruff konnte dem aus Sicht der Grünen nur zustimmen. Die haben gegen die Umgestaltung des Barmeierplatzes gestimmt, weil sie die schlauchartige Verengung hinter einem dominant wirkenden Parkplatz für fatal halten. Außerdem hat die Mehrheit des Rates den grünen Wunsch nach mehr Bürgerbeteiligung klar abgelehnt. Zu aufwändig, stressig und unnütz waren damals die Aussagen. Insbesondere aus den Reihen von CDU und SPD.

Abschließend ging es noch in den Bereich der Jugendkultur. Kicken für Afrika wird schmerzlich vermisst. Die Suche nach einem neuen Standort hält an. Unabhängig vom Ausgang der Wahl wird Regina Schlüter-Ruff diese Initiative unterstützen. Leider eignen sich Kunstrasenplätze nicht für KFA. Jetzt rächt es sich, dass Enger die Stadt mit den meisten solcher Plätze im Kreis Herford ist.

Abschließend wurden die Kandidat*innen noch gefragt, welches kulturelle Ereignis in ihrem Leben als prägend in Erinnerung geblieben ist. Interessanterweise war Regina Schlüter-Ruff die einzige, die auf diese Frage nicht mit einem Fußballspiel geantwortet hat. Wie gesagt. Es war ein Heimspiel. 😉

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